Häufig gestellte Fragen

Übergewicht („Adipositas“) ist mittlerweile ein häufiges Problem des Hundes und sollte nicht unterschätzt werden, führt es doch zu zahlreichen Folgeerkrankungen wie Gelenkproblemen und außerdem einer verkürzten Lebenserwartung. Neben bestimmten Stoffwechselerkrankungen (z. B. Schilddrüsenunterfunktion) die eine Gewichtszunahme begünstigen, liegt die Ursache meist in der zu häufigen und zu kalorienreichen Fütterung. Um die Pfunde purzeln zu lassen, sollte auf die Fütterung neben den Hauptmahlzeiten verzichtet werden, d.h. es gibt keine Reste vom Tisch und keine kalorienreichen Kausnacks. Möchte man nicht ganz auf Leckerchen verzichten, eignen sich rohe Möhren oder Gurken hervorragend und befriedigen zudem das Kaubedürfnis des Hundes. Aber auch die Menge der Hauptmahlzeit sollte genau rationiert (abwiegen!) und nicht grob geschätzt werden. Eine Gewichtsreduktion von ca. 1-2 % des Körpergewichtes pro Woche ist ein gutes Ergebnis. Eine angepasste fett- und kalorienreduzierte Nahrung (z.B. VETACTIVE Light) unterstützt den Abnehmprozess und beugt Mangelerscheinungen vor. 

Bei einer Allergie wirkt eine eigentlich harmlose Substanz als Allergen, gegen das sich das Immunsystem glaubt wehren zu müssen. Die damit ausgelöste Immunkaskade löst verschiedene Symptome aus: So kommt es bei Hunden v.a. zu Juckreiz und Hautveränderungen, bei Futtermittelallergien mitunter auch zu Verdauungsproblemen. Relativ häufig ist die Flohspeichelallergie. Hierbei ist gar kein massiver Flohbefall notwendig, um einen quälenden Juckreiz auszulösen. Weiterhin treten Allergien gegen Umweltallergene auf, so kann der Hund bspw. auf Hausstaubmilben oder bestimmte Pollen reagieren. Futtermittelallergien können ebenfalls auftreten. Relativ häufig sind Allergien gegen bestimmte Bestandteile vom Rind, Lamm oder Huhn. Besteht der Verdacht auf eine Allergie, sollte immer ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Dieser schließt zunächst häufige andere Auslöser für Juckreiz bzw. Verdauungsprobleme aus. Zur Testung von Umweltallergien stehen sowohl Blutuntersuchungen als auch Intrakutantests zur Verfügung. Bei Futtermittelallergien jedoch ist der Goldstandard eine sogenannte Eliminationsdiät: Über einen Zeitraum von ca. 6 bis 12 Wochen wird nur eine, möglichst unbekannte, Protein- und Kohlenhydratquelle gefüttert und beobachtet, ob es zu Veränderungen der Symptomatik kommt. Damit können potenzielle Allergene Schritt für Schritt systematisch ermittelt und folglich vermieden werden.


Der Begriff Arthrose bezeichnet eine degenerative Gelenkerkrankung, umgangssprachlich auch als „Gelenkverschleiß“ bezeichnet, die insbesondere bei älteren Hunden häufig vorkommt. Zu Beginn ist der Knorpel betroffen, der spröde und immer dünner wird. Schließlich greifen die
Verschleißerscheinungen 
auch auf den Knochen über. Vielen Hunden merkt man die durch die Arthrose ausgelösten Schmerzen vor allem direkt nach dem Aufstehen an: Der Gang ist steif, nach ein paar Minuten Bewegung scheinen sich aber viele Tiere „einzulaufen“. Einer der wichtigsten Faktoren zur Linderung der Symptome ist es, Übergewicht zu vermeiden oder abzubauen. Dieses belastet die Gelenke zusätzlich und trägt zu körpereigenen Entzündungsprozessen bei. Neben dem Gewichtsmanagement können knorpelprotektive Stoffe, wie z. B. Grünlippmuschelextrakt, helfen. Auch das Zufüttern von hochwertigen Omega-3 Fettsäuren kann die Entzündung in den betroffenen Gelenken abmildern. Prinzipiell sollte man mit seinem Tierarzt abklären, ob weitere Therapieoptionen sinnvoll sind oder der Hund schmerz- und entzündungshemmende Medikamente benötigt. Ansonsten gilt es seinen Vierbeiner nicht zu überfordern und sich individuell auf die veränderten Bedürfnisse und Einschränkungen einzustellen. 

Es gibt gesetzliche Regelungen welche Angaben auf (Misch-)Futtermitteln vorhanden sein müssen. Diese Angaben bieten dem Kunden eine Orientierung, um das passende Futter für den eigenen Vierbeiner zu finden und verschiedene Futtermittel untereinander vergleichen zu können. Eine wichtige Angabe ist, ob es sich um ein Allein- oder Ergänzungsfuttermittel handelt. Ein Alleinfuttermittel deckt den kompletten Bedarf des Hundes mit allen Makro- und Mikronährstoffen ab – es muss nichts anderes dazu gefüttert werden. Dies ist bei einem Ergänzungsfutter nicht der Fall! So findet man z.B. mitunter Nassnahrung, die als Ergänzungsfuttermittel deklariert ist und z.B. noch mit einem Mineralfuttermittel komplettiert werden muss. Weiterhin sind bei jedem Futtermittel Rohanalysewerte (Rohprotein, Rohfett, Rohfaser etc.) zu finden. Diese Werte allein sagen jedoch wenig über die Qualität des Produktes aus. Hier helfen die Angaben zur Zusammensetzung. Der Hersteller hat hier die Wahl ob er nur die Futtermittelgruppen (z.B. Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse) oder die genauen Einzelbestandteile (Rindfleisch, Rinderleber, Hühnerherz…) deklariert. Weiterhin sind bestimmte Zusatzstoffe (z.B. Mineralien, Antioxidantien) auf der Verpackung zu finden. Die Angaben zum Nettogewicht, das Mindesthaltbarkeitsdatum und die Anschrift des Herstellers sind ebenfalls immer vorhanden. 

Erkrankungen die mit Durchfall einhergehen, können viele verschiedene Auslöser haben. So kommen Infektionen mit Parasiten, Bakterien oder Viren in Frage, weiterhin bestimmte organische Erkrankungen, Tumore oder autoimmune Ursachen. Durchfall kann natürlich auch fütterungsbedingt auftreten – so kann verdorbenes, minderwertiges, nicht korrekt zubereitetes (z.B. zu kurz gekochte Kartoffeln) oder falsch zusammengesetztes Futter zu Verdauungsstörungen führen. Bei akuten Durchfällen, bei ansonsten gesunden ausgewachsenen Hunden, kann bei gutem Allgemeinbefinden eine Nahrungskarenz (natürlich mit ausreichend Wasser) für einen Tag durchgeführt werden. Halten die Beschwerden trotzdem an, ist das Allgemeinbefinden gestört, handelt es sich um ein sehr junges oder altes Tier oder bei sehr ausgeprägten Symptomen ist genauso wie bei Verdacht auf eine Vergiftung oder eine Fremdkörperaufnahme natürlich immer ein Tierarzt aufzusuchen. Bei chronischem Durchfall muss ebenfalls immer eine Abklärung der möglichen Ursachen erfolgen. Häufig ist (zusätzlich) eine Anpassung der Fütterung nötig, um die Verdauung zu entlasten. Diese sollte hochwertige, leicht verdauliche Proteine enthalten. Je nach Grundursache, sind an die Kost weitere spezifische Anforderungen wie fettreduziert oder ballaststoffreich zu stellen.

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